Dezember 2015: Adventswanderung und Weihnachtsfeier

Am dritten Adventssonntag stand für die Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse die letzte Wanderung im Jahr und die Adventsfeier auf dem Programm. In diesem Jahr war eine Wanderung auf der Sarstedter-Giftener-Seen-Route geplant. Vom Bahnhof Sarstedt führte die Wanderung am 1901 erbauten Dammackerhof vorbei zum Naherholungsgebiet Giftener Seen im Urstromtal der Leine. Neben Wassersportlern erkunden auch viele Wanderer, Spaziergänger oder Radfahrer das Seengebiet mit seiner Naturvielfalt und beobachten die vielen Wasservögel, die hier wie im Paradies leben können.

Durch den Regen der letzten Zeit hatten sich auf den Wanderwegen viele Wasserlöcher gebildet, so dass die Wanderer den Blick stets auch auf den Boden richten mussten. An einer Stelle war der Weg überschwemmt und erforderte einen kurzen Umweg über Feld und Wiese, bevor es auf dem Welfenweg Pattensen-Sarstedt-Schulenburg Richtung Giften ging, dessen erste urkundliche Erwähnung bereits im Jahr 1223 erfolgt war. Am Giftener See entlang und an der Gedenkstätte der Marine Kameradschaft Sarstedt vorbei wurde der Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreicht.

Am Nachmittag fand dann die gemütliche Adventsfeier im Klubraum des TSV Ingeln-Oesselse statt. Fleißige Helfer hatten den Tisch schön weihnachtlich geschmückt, ein Büfett mit selbstgebackener Torte und Kuchen war aufgebaut und die Wanderer konnten sich ausgiebig stärken und über die Ereignisse des Wanderjahres plaudern.


November 2015: Grünkohl-Wanderung nach Lühnde

Das Ziel war der traditionellen Winterwanderung war in diesem Jahr die Gaststätte Platz in Lühnde. Es wurden zwei verschieden lange Wanderstrecken angeboten. Wegen des starken Winds nutzten viele Wanderer nur die Ponchos als Regenschutz. Die kurze Tour führte an Müllingen vorbei und weiter durch die Feldmark zum Hassel, ein kleines Wäldchen auf einem Hügel, das die altsächsische Gerichtsstätte des früheren Go Hassel gewesen sein soll, wo bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die Urteile in Zivil- und Strafsachen gefällt wurden. Weiter ging es auf dem alten Hannoverschen Weg nach Lühnde.

Die Teilnehmer der langen Strecke wanderten durch Müllingen und Wirringen nach Wehmingen. Es ging am Straßenbahn-Museum vorbei zum alten Hannoverschen Weg, auf dem früher die Händler und Bauern ihre Waren nach Hannover beförderten, und nach Lühnde. Im Straßenbahn-Museum kann man Schienenfahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs aus der Zeit seit 1895 besichtigen.

Nachdem sich die 47 Teilnehmer mit Grünkohl, Kassler und schmackhaften Würsten gestärkt hatten, machten sie sich gegen 14 Uhr auf den Rückweg. Familie Birkefeld überraschte in Bledeln mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Alle waren sich nach der Heimkehr einig: Es war trotz Dauerregens und starkem Wind wieder eine gelungene Wanderung.


Oktober 2015: Volkswandertag in Duingen

Duingen liegt etwas östlich vom Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln im Leinebergland zwischen Ith, Tüster Berg und Duinger Berg. Nahe liegt die Quelle des südwestlichen Leine-Zuflusses Saale. Mit Schirmen und Regenumhängen gewappnet (die Tage vorher hatten wir im Dauerregen verbracht) ging es fröhlich los. Der Vorteil bei den Volkswandertagen ist, dass jede/r in seinem Tempo laufen kann. Die Touren waren alle hervorragend gekennzeichnet und unterwegs gab es Verpflegungsstationen. Wir liefen auf dem „Ith-Hils-Wanderweg“ und waren von den Aussichtspunkten und Tafeln überrascht. Die Blicke gingen auch oftmals ins Tal nach Marienhagen, Rott und Duingen, das sich im Sonnenschein präsentierte. Unsere Regensachen konnten im Rucksack bleiben, denn es war ideales Wanderwetter! Die längere Route führte durch den schon leicht gefärbten Duinger- und Capellenhagener Wald über Capellenhagen und Fölziehausen zum Bruchsee. Ein geologischer Lehrpfad/Wanderweg mit mehreren Schautafeln erläutert die faszinierende Geschichte über Entstehung, Aufbau und Nutzung. Am frühen Nachmittag erreichten alle wieder den Ausgangspunkt. Einige von uns gingen dann noch ins Hallenbad Duingen, wo der Eintritt zum Volkswandertag frei war.


September 2015 - Nationalpark Harz mit Baumwipfelpfad

Vom Großparkplatz in Bad Harzburg ging es zu Fuß direkt zum Eingang des Baumwipfelpfades und auf dem bequemen, langsam ansteigenden Pfad aus Lärchenholz, angebracht auf einer Stahlkonstruktion, zunächst hinauf auf die Aussichtsplattform. Von hier oben wanderten wir in über 20 Metern Höhe durch die alten Baumkronen des Kalten Tals. Der Pfad ist ungefähr einen Kilometer lang, und es gibt eine Menge zu sehen, zu hören, zu lesen und zu erleben. Neben vielen Informationen zur Holzwirtschaft, Natur, Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt und zur Geologie des nördlichsten Mittelgebirges Deutschlands konnten die Wanderer an Erlebnisstationen z.B. Tannennadeln riechen, Bäume erraten oder den verschiedenen Stimmlagen der Luchse zuhören. Die Kiepenfrau Wally erzählte, wie mühsam das Leben der als „Harzer Kamele“ bekannten Frauen früher war.

Dann fuhren die Teilnehmer der kürzeren Tour mit der Seilbahn auf den Burgberg und wanderten auf dem Kaiserweg zum Molkenhaus, bevor es nach einer Pause im Bogen nach Bad Harzburg zurückging. Die längere Tour von 12 km führte durch das Kalte Tal, vorbei am Luchsgehäge (hier konnte ein schlafender Luchs aus der Nähe bewundert werden), an den Rabenklippen, und zum Kreuz des Deutschen Ostens mit Mittagspause. Mit der Besichtigung der Ruine der Harzburg und der tollen Aussicht vom Burgberg endete die Wanderung.


FC International - Hannover 96

Was auf und neben dem Platz los war ...
(veröffentlicht in den Leine-Nachrichten)

Am Sonnabend trat die Mannschaft des „FC International“, die aus Flüchtlingen aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und Montenegro besteht, gegen eine Auswahl von Hannover 96 an – Endergebnis 5:5. Trikots, Hosen und Stutzen hatte der TSV den Spielern aus dem Flüchtlingsheim in Ingeln-Oesselse gespendet.

LAATZEN. Viele Flüchtlingen leiden in Deutschland darunter, zur Untätigkeit verdammt zu sein. Daher hat der TSV Ingeln-Oesselse allen der rund 50 Männer und Frauen aus dem Flüchtlingsheim im Ort eine kostenlose Vereinsmitgliedschaft angeboten.

„Yalla, yalla“, hallt es immer wieder über den Sportplatz des TSV Ingeln-Oesselse, während zwei Mannschaften auf dem Platz um den Ballbesitz ringen.

Das Besondere daran: Eine der Mannschaften besteht komplett aus Flüchtlingen. Am Sonnabend traten die Spieler des „FC International“, die aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und Montenegro stammen, gegen die Mannschaft einer Auswahl von Hannover 96 an. Trikots, Hosen und Stutzen hatte der TSV den Spielern aus dem Flüchtlingsheim in Ingeln-Oesselse gespendet. „Wir haben 16 Fußballer kostenlos in den Verein aufgenommen“, sagt Vorsitzender Bernhard Orth. Versichert sind sie über den Landessportbund.

„Es ist uns wichtig, auch soziale Verantwortung zu übernehmen“, betont Orth. Daher hat der Verein den Medienraum in seinem Vereinsheim zusätzlich für Sprachkurse zur Verfügung gestellt. Werktags von 14 bis 16 Uhr wird dort Deutsch gelernt, anschließend spielen die Männer Fußball.

Auch den Frauen und Kindern aus dem Flüchtlingsheim hat der TSV kostenlose Mitgliedschaften angeboten. „Zwei der Kinder, die auch am Sonnabend in Ingeln-Oesselse eingeschult worden sind, spielen bei uns Korbball“, berichtet Orth. Außerdem dürften sie jederzeit auf dem Sportplatz Fußball spielen. Für junge Mädchen gebe es Aerobic-Kurse. Bei den Flüchtlingsfrauen gebe es jedoch noch eine Hemmschwelle, daran auch teilzunehmen.

Diese sei beim Fußball sofort gefallen. Die Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren hätten sich sofort inte­griert. Und auch das Publikum auf dem Sportplatz war am Sonnabend ganz auf der Seite der Flüchtlinge. Jeder Treffer wurde mit viel Beifall honoriert. Kein Wunder, dass sie mit der Unterstützung des Publikums mit einem 5:5 stolz vom Platz gehen konnten.

Text/Foto (klein): Neue Presse, 06.09.2015